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Mein erstes Mal


Das ist mein erster Eintrag hier. Ich habe noch keine Ahnung, ob ich den Blog überhaupt richtig führen werde.

Der letzte Blog, den ich eine Zeit lang geführt habe, war ein Pro Ana Blog. Ja, ich weiß, ist scheiße. Ist ja auch längst nicht mehr existent.
Nicht, dass ich nicht immer noch viele dieser Gedanken in meinem Kopf hätte, aber auf die Pro Ana Scheiße hab ich echt keinen Bock mehr.


Also, was könnt ihr hier erwarten?
Ich kanns euch ehrlich gesagt überhaupt nicht sagen, ich werde einfach sehen, was passiert. Mein Leben läuft nach außen hin momentan so normal, doch innerlich herrscht das absolute Chaos.

Ich weiß im Moment nicht, was ich will, was ich nicht will, wo ich hin will und wer ich eigentlich genau bin.
Ich habe immer versucht, mein Leben zu planen und bin immer wieder grandios gescheitert. Seit der ersten Klasse bin ich davon ausgegangen, mit 18 mein Abi zu machen. Hatte verschiedene Pläne zum Studium. Tja, und dann hat mich das Leben einfach mal ein bisschen gefickt.
In der Stufe 13 bin ich einfach mal zusammengebrochen. Nachdem ich noch einige Monate lang versucht habe, die Fassade zu wahren, es irgendwie zu schaffen, ging nix mehr.
Mein Hirn? Tot. Unfähig. Mein Körper? Ein Schlachtfeld.


Hier gabs jetzt grad n kleinen Break. Erstmal ne ordentliche Tüte geraucht. Es könnte jetzt wirrer werden.

Momentan fesselt mich das Internet so sehr, dass es mi
r manchmal ein wenig Angst macht. Das RL hängt mir manchmal so zum Hals raus, obwohl es nicht so ist, dass hier totales Chaos herrscht. Im Gegenteil. Es läuft alles vor sich hin...
Scheiße, bin ich grad dicht. Manchmal hau ich mir ja doch ma n bisschen sehr viel in ne Tüte rein.

Ja, das ist auch so n Ding in meinem Leben. Drogen, Süchte.

Muss mir ma grad bisschen "Addicted" von Kelly Clarkson geben. Ich weiß, Kelly Clarkson. Uncool. Mir egal, ich mag das Lied. Es beschreibt sehr gut, was ich schon oft gefühlt habe. Egal, ob es dabei um die Sucht nach einem bestimmten Mann, der Sucht nach Sex oder der Sucht nach Drogen geht.
 Du weißt, dieser Mann, diese Aktion, diese Droge ist nicht gut für dich. Aber du willst es nur noch einmal. Willst ihn nur noch einmal. Willst es nur noch einmal.

Dab
ei lügst du dich an. Du weißt, du willst diesen Mann. Immer wieder. Du weißt, du brauchst neue Grenzen. Die immer weiter gehn. Du weißt, du brauchst den Rausch. Egal wovon.
Ich bin noch nie auf die normale Welt klar gekommen. Das meiste meines Lebens fand irgendwie schon immer in meinem Kopf statt. Ich wollte meine Außenwelt immer irgendwie aufregender gestalten. Es war mir egal, ob diese Aufregung nun gut für mich war oder nicht.

Mit 14 hab ich das erste Mal gekifft, mit 14 wurd ich das erste Mal gefickt. Mit 15 hatte ich die ersten wirklich miesen Erfahrungen mit Drogen und Sex. Hat mich das davon abgehalten, weiter zu machen? Natürlich nicht, im Gegenteil. Ja, ich war schon immer sehr destruktiv. Habe immer getan, was nicht gut für mich war. Und ich durfte mir ne Menge an Beleidigungen, Bedrohungen und Verletzungen durch andere geben. Ich war immer die unangepasste Schlampe für die meisten. Die sich ständig abschießt, die öfters in anderen Betten ist. Mit der mans ja machen kann.
Was dahinter für eine zerbrechliche Seele steckte, hat die wenigsten interessiert. Dass ich oft nachts in meinem Zimmer saß, mich geschämt habe, bereut habe, gelitten habe, das hat sie nicht interessiert.
Dass ich meinen Körper äußerlich und innerlich zerstörte, ihn hasste und ihm keinerlei Respekt gegenüber brachte, war euch genauso egal.
Wer hat mich denn schon wirklich beachtet? Beachtet wurde ich dann, wenn ihr entweder ma wieder jemanden brauchtet, den ihr fertig machen könnt oder, wenn ein Kerl die Chance sah, mich zu ficken.
Ja, dafür war ich grade noch gut genug.

Man sollte meinen, ich sei nach so vielen Jahren später und 4 Jahren in einer Beziehung mit einem Mann, der mich aufrichtig und von ganzem Herzen liebt, darüber hinweg sein. Aber das bin ich nicht. Zumindest nicht immer.
Die Gedanken holen mich immer wieder ein.
Ich suche mir immer wieder neue Süchte, neue Grenzerfahrungen, ich bin immer noch längt nicht zufrieden mit mir und viele Worte und Erlebnisse werden für immer in meinem Kopf nachhallen, auch wenn das Echo vielleicht irgendwann leiser wird.
Es gibt immer wieder Flashbacks. Es gibt immer wieder Licht am Ende des Tunnels.


Seit ich Twitter für mich entdeckt habe, sammel ich auch dort mit manchen Menschen neue Grenzerfahrungen. Auch wenn sie nur in meinem Kopf stattfinden. Imagination, Bitches. Ich habe dort wieder ein paar Seiten an mir entdeckt, die ich meistens verstecke. Sowohl vor mir, als auch vor allen anderen.
Es ist etwas neues, es ist spannend, es ist Abwechslung vom Alltag, der mittlerweile manchmal viel zu trist ist, um mich zu halten. Natürlich nicht alles an diesem Alltag. Die Stabilität, die ich mittlerweile habe, rettet mich häufig, völlig durchzudrehen.
Doch manchmal, da will mein Kopf einfach durchdrehen. Da will ich allem nachgeben. Da will ich wieder die Dinge, die Art Personen um mich, die mich nur noch weiter runterziehen.


Das reicht jetzt für den ersten Eintrag. Ich gehe wieder zu weit. Wie immer.

5.4.13 15:29

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